Der 12-Zoll Dobson: Ralph baut auf ...
|
... und wartet auf die Nacht
|
Die Bedingungen sind nicht so transparent, aber wir können gut was anschauen. Ben ist mit der Bedienung des 12-Zoll zufrieden und ich
selbst auch. Nur bei tiefer Stellung rutscht das Gerät noch aus den Schienen, weil eine Führung an der Rockerbox fehlt. Immerhin kommt
die Wintermilchstraße zum Vorschein, soweit passt es mal.
Ben ...
|
... und Ralph am Okular
|
Ben hat die Objekte zusammengefasst, und ich habe teils noch etwas Kommentar zugefügt:
M38 & 1907, Nebel 1931 mit Sternen drin, M36, M37
M35 & 2158 (gut aufgelöst), h+Chi mit farbigen roten Überriesen
2169 ("37"-Haufen, der ist super hübsch!) & 2194 (dichter Haufen)
Plejaden mit Meropenebel; M42; M1
M31 mit 1.Staubband (mit wenig Kontrast, aber ausgedehnt) & Begleiter
M76 schön doppelt & strukturiert (die beiden Loben sind in der Helligkeit deutlich unterschiedlich)
Jupiter (nicht lohnend, da schlechtes Seeing)
2244 mit Rosettennebel, dort gibt es schon Struktur zu sehen. Ich glaubte einen Kanal zu erkennen, an einen hellen Fleck grenzend,
der die ganze Breite des Ringes durchmisst. Ohne Zeichnung ist da keine weitere Aussage, ob das real ist, möglich.
Einige Bilder mit 7mm Fishey und dem Cirularem Fisheye werden gemacht, eine Einweihungsexkursion braucht halt ein paar Aufnahmen
- da war vom Polarlicht noch nichts nichts zu sehen. Bei der Rückfahrt misst das Auto -2.5°C."

Ralph notiert:
"Ich komme gerade nach Hause, packe aus und esse was! Nun ich habe vor das Polarlichtforum aufzurufen, weil ein CME unterwegs ist.
Da ruft Frank um 22h14 vom Alpenrand an und sagt dass extrem helles Polarlicht ist. Ich gehe unter das Dach. Und ich sehe deutliches Rot
über dem Nordhorizont.

Meine erste Aufnahme ist von 22h45. Kurz darauf kommen einzelne grüne Streifen, die innerhalb von vielleicht 3 Sekunden auf maximale
Helligkeit gehen und sofort wieder verschwinden. Eine solche Struktur, nahezu parallel zum Horizont auf ca 30 Grad Höhe und vielleicht
20 Grad lang wird extrem hell im Nordwesten, ich vermute, dass das hell genug ist, um die Gegend etwas zu beleuchten. ich sehe, wie bei
den anderen Streifen, ein Grünweiss, die Farbe völlig unmissverstandlich! Mit dem Handy erwische ich die ganz hellen Streifen nicht, das
geht alles zu schnell. Dann ebbt das Nordlicht ab. Meine letzte Aufnahme ist von 22h38, wo das Handy kaum noch was zeigt. Ich schaue
ab und zu im Garten, bis 1h40, sehe aber nichts mehr. Schlafe bis 2h20 und schaue raus, da ist nichts, die Bz jetzt schon lange im positiven
Bereich, ich gehe schlafen. Hätte ich bloß vor Franks Anruf nicht so rumgesandelt."
Ralph's Anruf zwecks der Nordlichter erreichte mich in der Tram, und ich konnte auf einer Wiese nicht weit von daheim noch ein bisserl
rotes und grünes Leuchten erhaschen. Den besten Teil hatte ich allerdings komplett verpasst, das wurde mir klar, als ich dort mit einer Frau
ins Gespräch kam: Sie zeigte mir am Handy sehr helle grüne Streifen, die vielleicht zehn Minuten vorher Teile des Himmels mit schnellen
Änderungen auffällig erleuchtet hatten. Mei so geht's, die tollen Polarlichter vom Mai 2024 hatte ich am Auerberg voll miterlebt, diesmal
sind sie mir ausgekommen: Das war wohl ein zwar kurzes, in der Spitze -wegen der schnellen Bewegungen & großer Helligkeit vor allem
der grünen Anteile-, aber noch größeres Spektakel !
Zum Abschluss noch ein Wort zu unserer Beobachtung: Eine sehr schöne Aktion, da hat sich der Ralph ein echt feines Gerät gebaut :)