
Stefan hat seinen 60 Millimeter Refraktor mitgebracht. Der ist natürlich flugs aufgestellt. Ben hat seinen 10x34 dabei. Ich brauche ein längeres
Weilchen, um den 6-Zöller aufzubauen, und wir haben einige Fachsimpelei dazu, auch zum Thema Kleidung. Für Stefan habe ich die warmen
Moonboots mitgebracht, und hoffe, dass sie den Komfort beim Beobachten signifikant verbessern.
An Ralph's 6-Zöller
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An Stefan's 60mm Fernrohr
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Wir haben Glück und immer noch klaren Himmel, die ersten Sterne kommen zum Vorschein. Jetzt ist es dunkel genug, um auf die Plejaden
zu schauen. Wir unterhalten uns über den Merope Nebel, den Stefan noch nie gesehen hat. Im 6 Zöller kann ich diesen gut wahrnehmen.
Stefan versucht das auch, kann den Nebel in meinem Gerät aber nicht sehen. Ich schaue auf die Plejaden mit dem Refraktor, und die zeigt
der Refraktor brillant, mit nadelscharfen Sternen. Dann hüpfe ich zum Doppelsternhaufen im Perseus, der ist schön wie immer.
Es reicht noch für den herrlichen M37 in Auriga durch den 60mm Refraktor, der ein zartes Sternengewusel zur Geltung bringt. Jetzt kommen
die Wolken aus Osten herangezogen. Bald ist nur noch der Osthorizont frei. Dort schickt sich der Orionnebel an aufzugehen. Mit dem 10x34,
dem 60 Millimeter Refraktor und dem 6-Zöller schauen wir danach und erwischen tatsächlich den Nebel genau an der Geländekante des
Sudelfeldes, ein schöner, noch nicht so oft genossener Anblick.
Interessante Wolkenstimmung, ...
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... mit aufgehendem Orion
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... Jetzt ist nur noch ein kleiner Saum über dem Sudelfeld ohne Wolken, und wir entscheiden uns dafür früher zum Zug zu gehen. Während wir in
Richtung Bahnhof ziehen wird es wieder klar, na sowas! Wir bleiben aber, um auf den Zug zu warten. Und da kommt die Lautsprecherdurchsage,
dass der Zug ausfällt.
Jetzt haben wir noch einige Zeit zu warten, und Stefan zieht es nochmals unter die Sterne, Ben und ich folgen. Wir gehen vom Bahnhof die wenigen
Meter bis zur Kneippanlage. Da ist es zwar hell durch die Straßenlampe, man kann aber auf den Bänken bequem sitzen. Stefan stellt wieder die
Plejaden ein und sieht begeistert zum ersten Mal den Meropenebel. ... So warten wir noch ein Weilchen, unser Zug kommt um 21:38 Uhr,
und wir können gemeinsam ganz gemütlich nach Hause fahren."
Eine schöne gemeinsame Beobachtung !
Das 115mm Spektiv
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Arno beim Beobachten
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Heute bekamen wir durchgehend klaren Himmel, und ich konnte einige klassische Objekte kredenzen. Alles ging gemütlich über die Bühne,
wozu auch der fehlende Peilsucher beitrug: Da braucht das Aufsuchen halt ein bisserl länger ;-)
So sah schließlich unser Astrobuffet aus:
Galaxien: M31, M81, M82
Offene Sternhaufen: h+chi Persei, M37, M36, M35, Plejaden
Gasnebel: M42
Planeten: Saturn, Jupiter
Sehr schöne Eindrücke in dem großen Spektiv, da ist natürlich noch ein bisserl mehr an Details zu erkennen als in meinem Gerät.
Auch Arno hat es gut getaugt, und mit dem vorletzten Zug ging es wieder nachhause.
Abends stand der fast sechs Tage alte Mond noch recht lange am Himmel, und es blieb durchgehend relativ feucht.
So habe ich -neben dem oben verlinkten Planetarischen Nebel NGC 1514-, auch nur einige Standardobjekte aufgesucht:
Was aber nicht davon abhielt, die schöne Nachtstimmung in den Bergen genießen zu können :)
Blick nach Süden
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Blick nach Norden
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